Godavarikhani logoPastor Arogya Reddy Salibindla engagiert sich schon seit langem besonders für Kinder in den Slums der südindischen Stadt Godavarikhani. Daraus ist eine wichtiges Missionsprojekt entstanden, das dazu beiträgt, die leider in Indien noch immer übliche Kinderarbeit zu verringern. Durch Schulbildung und ausreichende Nahrung sind die Kinder später in der Lage, der Armutsspirale zu entgehen und einem qualifiziertenBeruf nachzugehen.

"Vor gar nicht so langer Zeit bat mich Pastor Derrix, ich möchte doch einmal einen Bericht über meine Tätigkeit als Geistlicher in Indien berichten, besonders über meinen Einsatz bei den Slum-Kindern. Ich freue mich, diesen Wunsch mit meinem Bericht nun zu erfüllen.

" Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ wie im Evangelium nach Lukas hören ist.

Als ich meinen priesterlichen Dienst in der Pfarrei Godavarikhani begann, brauchte ich einige Arbeiter zu Kirchenreinigung. Da nahm mich eines meiner Gemeindemitglieder dahin mit, wo diese Arbeitnehmer zu finden seien. Es war ein Armenviertel, wo fast 70 Familien in Hütten lebten. Alle diese Slum-Bewohner arbeiten in der Ziegelindustrie oder in Hotels als Tagelöhner. Ihre Kinder können überhaupt nicht in die Schule gehen oder gar studieren, weil die Eltern nicht in der Lage sind, das Schulgeld zu bezahlen. Ich sah mehr als hundert Kinder auf den Straßen, die nie zur Schule gehen konnten.

So begannen wir unser Werk am 8. Dezember 2000 mit drei Lehrern und 50 Kindern. In Ermangelung von Klassenräumen trafen wir uns mit den Kindern zur Betreuung und zum Unterricht im Freien unter Bäumen. Später konnten wir schon ein kleines Haus für unser Vorhaben mieten. Da ich wusste, dass die Kinder außer einer kleinen Mahlzeit am Morgen bis zum Eintreffen ihrer arbeitenden Eltern am Abend, nichts mehr zu essen bekamen, schilderte ich den Gemeindeältesten diese unmögliche Situation und arbeitete an einer Lösung.

Seit Ende 2003 stehen uns acht Lehrer für den Unterricht und zwei Helfer zur Verfügung, die die Mittagsmahlzeiten kochen. Ein Hauptgrund für diese Art der Kinderbetreuung ist auch, der Kinderarbeit entgegenzuarbeiten.

Wir wollen den Kindern Schulbildung zukommen lassen, damit sie aus dem schicksalshaften Kreislauf der Analphabeten und Ungebildeten herauskommen können. Nach dem fünfjährigen Schulbesuch bei uns schicken wir unsere Kinder dann zur Weiterbildung an staatliche Sozialhilfe-Schulen, wo sie weiter lernen und sogar bis zum Bachelor studieren können. In den 13 Jahren meiner begleitenden Tätigkeit konnten wir insgesamt 290 Kinder an staatliche Schulen weitergeben.

Für die Betreuung der Kinder stehen uns monatlich 840 Euro zur Verfügung. So erhält jeder Lehrer 70 Euro im Monat, ein Koch 40 Euro, und für die Mittagessen müssen 200 Euro aufgebracht werden. Darüber hinaus verteilen wir zwei Mal im Jahr, zu Weihnachten und in der Osterzeit, Lehrmaterial und Kleidung. Die Kosten hierfür übernahmen bisher hilfreiche Freunde und die Pfarrgemeinde. Sie betragen rund 600 bis 700 Euro im Jahr.

Ein Kind aus dem südindischen Slum benötigt im Jahr 84,-Euro, also nur 7,- Euro im Monat

Vielleicht kann ich mit diesem Bericht auch in den vielen Mitchristen unserer Kirchlichen Großgemeinde die Bereitschaft für eine, und sei es auch nur eine kleine, Unterstützung in Gebet und Hilfe wecken.

Spricht doch Jesus im Matthäus Evangelium (10,42) vom Lohn für die Aufnahme der Jünger: „Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.“

Spendenkonten für die Slum-Kinder in Indien:

Katholische Kirchengemeinde St. Martinus 

Stichwort: „Slum Kinder in Indien“

 

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