…statt übereinander. Und ich bitte Sie, das auch zu tun!“

Diesen Satz unseres Kaplans fand ich sehr mutig, denn er zeigt, er weiß, dass er Dinge anders tut, dass er anders ist, dass aber auch nur im Gespräch miteinander, er sich erklären kann, beziehungsweise er auch lernen kann, wie es in unserer Gemeinde so zugeht – das dann eventuell annimmt oder auch weiterhin anders machen will.

 

P1150756Was erwarten Sie, wenn Sie Weihnachten in die Kirche gehen?

Stille Nacht, den Tannenbaum, die Krippe?

Natürlich, das muss doch sein.

Was erwarten Sie sonst noch so von Weihnachten?

Familie, Essen, Trinken, Geschenke?

Natürlich, das gehört doch dazu!

Und was erwarten sie nebenher?

Liebe Schwestern und Brüder,

in der vergangen Woche waren die deutschen Bischöfe beim sogenannten ad limina Besuch in Rom.

Alle Jubeljahre müssen sie dorthin, um dem Papst zu berichten, allerdings auch, um die neuesten Entwicklungen in Rom und der Kurie zu erfahren.

Bei diesen Besuchen übergibt der Heilige Vater traditionell dann eine Rede, die nie gehalten wird, in der er aber seine Sicht auf die Ortskirche beschreibt, deren Bischöfe ihn da besuchen.

Also waren auch unsere zu diesem Besuch:

2014 05 29 DankandachtLiebe Schwestern und Brüder,

Pastor Arogya ist gut in Münster angekommen, und ich freue mich, dass das so ist. Wir wünschen ihm alles Gute und Gottes reichen Segen für seine Aufgaben.

Eine Aufgabe, die er übernommen hatte, war der Besuch der Kranken und das Bringen der Krankenkommunion. Da ich diese schöne Aufgabe nun wieder übernehme, werde ich nun oft dabei gefragt, wie´s denn jetzt so weitergehen kann mit alle dem, was jetzt von mir allein gemacht werden muss. ES GEHT, denn ich bin nicht allein! Schon das nämlich, dass Sie, die Menschen unserer Pfarrei wissen, dass das so ist und mir mit viel Verständnis entgegenkommen, lässt mich froh meine Aufgaben angehen. Ansonsten bin ich nicht allein, denn viele Menschen engagieren sich auch zum Beispiel in diesem Bereich der Krankenkommunionen, in den Gremien und in den Vereinen für die Alten und die Jungen: Ich bin doch nicht allein Gemeinde: Das sind wir doch alle, jeder mit seiner Berufung und mit seiner Aufgabe, und sei es allein im Grundsätzlichsten: dem Beten – auch für andere!

Aber in diesem Bewusstsein und mit dieser Rückendeckung habe ich trotzdem mal Mitbrüder gefragt, ob sie nicht mal aushelfen können am Samstag oder Sonntag, damit auch Sie als Gottesdienstbesucher und - mitfeierer ab und zu andere Stimmen und andere Ansichten hören als die der Pastoralreferentin, des Diakons oder immer wieder meine. Drei, die wir schon kennen haben diesem Ansinnen zugesagt: Pastor Schäfer, Pastor Paus und Pastor Sendker. Einer von diesen wird mir so ab Dezember eine Heilige Messe am Samstag oder Sonntag abnehmen mit allem, was dazugehört: Gestaltung, Predigt usw. Wir werden das auch ankündigen – soweit das möglich ist, damit jeder dann die Möglichkeit hat, auch den Gottesdienst des Gastpriesters mitzufeiern.

Ich freu ich über die Bereitschaft der Mitbrüder, die damit für uns alle eine Bereicherung darstellen. Danke!

Mit vielen Grüßen

Norbert Derrix, Pastor

kirchenaustrittLiebe Schwestern und Brüder, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im vergangenen Jahr haben sich in unserem Bistum Münster elftausend Menschen von ihrer Kirche verabschiedet. Elftausend, die aus ganz unterschiedlichen Gründen ihren Kirchenaustritt erklärt haben. Elftausend Katholiken, die nicht mehr bereit waren, der Gemeinschaft der Glaubenden anzugehören. Wie gesagt, aus unterschiedlichsten Gründen: Kirchensteuer, Finanzgebaren eines oder mehrerer Bischöfe und Bistümer, Mißbrauchsfälle oder auch ganz persönliche Verletzungen, die Vertreter der Kirche ihnen zugefügt haben – mich eingeschlossen.

Das tut uns sehr leid, uns, dem Bischof von Münster, und mir, dem Pastor von St. Martinus. Es macht nachdenklich. Derweil der Bischof unter anderem mit seinem Stab in einer Zufriedenheitsstudie Gründe für Kirchenaustritte sucht, denken wir Pastöre in den Zusammenkünften ebenfalls darüber nach, wo solche Gründe liegen, erkennen eigene Unzulänglichkeiten, aber auch gesellschaftliche Ströme und Entwicklungen, die den Gemeinschaften innerhalb der Gesellschaften nicht gut tun.

In Kürze anstehende Termine: