P1150559.kleinLiebe Schwestern und Brüder,

nach heißen Sommertagen nähert sich schon langsam der Herbst und damit auch eine immer dunkler werdende Zeit, in der wir in besonderer Weise auch unserer Verstorbenen gedenken.

Wir als Christen tun das in besonderer Weise im Zusammenhang mit dem Allerheiligenfest, wenn wir an alle Seelen denken, besonders unserer Verstorbenen aus unseren Familien und Dörfern.

In den vergangenen Jahren hatten wir eine schöne Regelung,...

und zwar wurde immer direkt nach den Hochämtern zu Allerheiligen zum jeweiligen Friedhof gezogen und dort die Gräber gesegnet und der Verstorbenen gedacht.

Leider war es dann im letzten Jahr so, dass Diakon Thielmann und ich im gestreckten Galopp die Segnungen vornehmen mussten und wir von Gottesdienst zu Gottesdienst hetzten, ohne dass wir gerade an diesem besonderen Ort Friedhof mal ebkes die Zeit gehabt hätten, mal hier und da stehenzubleiben und vielleicht noch mal tröstende Zeichen und Worte mit Angehörigen gerade frisch Verstorbener zu wechseln. Das tat uns beiden weh und wir sahen das auch gerade bei diesen Menschen, die von Trauer bewegt waren.

Leider wäre es in diesem Jahr genauso, da wir keinen personellen Zuwachs haben, der uns Zeit dafür schenken könnte. Das haben wir mit den Vertretern des Pfarreirates und den anwesenden Delegierten aus den Vereinen besprochen und zuerst einmal folgende Lösung beraten und beschlossen:

Wir werden den Vorabend zum Allerheiligentag mit einem Hochamt in der Kirche beginnen, in der die Heilige Messe vorgesehen ist. Dieses Hochamt soll in besonderer Weise gestaltet werden auch mit Lichteffekten und einer Lichterprozession zum Friedhof zur Gräbersegnung. Hier hoffen wir auf die Hilfe der jeweiligen Feuerwehren, die uns in der Prozession mit Pechfackeln begleiten und uns auch auf dem Friedhof mit Licht aushelfen können.

Dann wird am Allerheiligentag das eigentliche Hochamt um 10.00 Uhr in einer Kirche gefeiert mit Prozession und Gräbersegnung.

Nachmittags werden dann in den Friedhofskapellen, in denen das möglich ist, um 15.00 Uhr Allerseelenandachten gehalten und die Gräber gesegnet.

KONKRET in diesem Jahr:

19.00 Uhr, am Vorabend zu Allerheiligen, Hochamt in St. Hubertus, Schaephuysen mit Lichter- Prozession zum Friedhof und Gräbersegnung

10.00 Uhr, Allerheiligenhochamt in St. Nikolaus, Rheurdt mit Prozession und Gräbersegnung

15.00 Uhr, Allerseelenandachten in den Friedhofskapellen auf dem Zentralfriedhof in Rheurdt und auf dem Friedhof in Tönisberg

Das können Diakon Thielmann und ich in Ruhe und Andacht gewährleisten.

Das ist aber auch erst einmal ein Versuch und es wird sich in jedem Jahr verändern, da z.B. im kommenden Jahr der Allerheiligentag auf Freitag fällt, also Rheurdt die Vorabendmesse bekommt und DAS Allerheiligenhochamt in einer der beiden anderen Kirchen gefeiert wird.

Es werden also nur noch zwei Allerheiligenhochämter gefeiert, da auch hier die Tendenz zu verzeichnen ist, dass diese lange nicht mehr so gut besucht sind wie vor Jahren noch – Brückentagen, langen Wochenenden usw. geschuldet. Ich könnte jetzt hier darüber schreiben, wie der Umgang mit dem Gedächtnis unserer Verstorbenen sich gewandelt hat – das würde aber den Rahmen sprengen.

Wie gesagt, ein Versuch! Ändert sich wieder etwas, werden wir unsere Traditionen auch wieder weiterentwickeln.

Ich hoffe auf Ihr Verständnis gerade unserer Gemeindemitglieder gegenüber, die wir in ihrer Trauer nicht übersehen und übergehen wollen, nur weil wir Seelsorger keine Zeit haben.


Ihr Norbert Derrix, Pastor    

In Kürze anstehende Termine: