AuferstehungLiebe Schwestern und Brüder,

Wir erleben in unseren Tagen die Welt auf den Kopf gestellt: In ehemals demokratischen Ländern schleichen sich Diktatoren ein, im vermeintlichen Mutterland der Demokratie ist das Präsidentenamt an jemand Unberechenbares gegangen und auch in unserem Land brüht sich eine braune Suppe an, die in diesem Wahljahr ausgeschenkt werden könnte.

Diese Bewegung lässt fragen, wonach die Menschen suchen, wenn sie den Lautesten ihre Stimme geben, wenn sie unbedacht wählen gehen, wenn sie einem folgen wollen, der zum Beispiel die Parole herausgibt, sein Land wieder und nur als erstes in den Blick zu nehmen, um es „alter Stärke“ wieder zuzuführen.

Das ist der Wunsch nach einem „Großen Bruder“ in der Unsicherheit dieser Tage,

aller Menschentage, denn wir sind als Menschen immer und überall gefährdet, das sehen und erkennen wir alle überall, wenn Krankheit, ja Tod, Unfall und Behinderung unser oder das Leben unserer Lieben Furcht und Angst einjagen. Wir wollen jemanden an unserer Seite, der sich auskennt, der uns zur Seite steht, der das Leben kennt und uns versteht, gerade dann, wenn´s schwierig wird, und wenn wir dann aus den Menschen zu wählen haben, bleiben wir ziemlich schnell am Ende und sind in der Versuchung hier eine Wahl zu treffen und falsch zu wählen.

Es kann aber nur einen geben, der alles Menschenleben mit- und durchgemacht hat und es letztendlich in absoluter Hingabe an den einzige Größe nicht dieser, sondern einer ganz anderen Welt zu einem guten, ja himmlischen Ende führt. Damit entlässt Er diejenigen nicht aus der Verantwortung, selber mit Seiner Rückendeckung das Leben in die Hand zu nehmen und zu gestalten: Er steht aber an unserer Seite, geht unsere Wege mit und stärkt uns mit seinem Beistand und Seiner Kraft.

Das, und genau das feiern wir in den Tagen zu Ostern. In unserer Gemeinde versuchen wir deshalb auch die Tage bis dahin in besonderer Weise zu gestalten, um uns das deutlich zu machen: Gott ist in Seinem Sohn nicht nur durch unsere Leben mit allem, was dazugehört gegangen, Er ist sogar durch das Ende dieses Lebens, den Tod gegangen, um uns zu beweisen, dass am Ende alles gut wird, Er alles gut machen wird, und das können auch wir schon in diesem Leben erleben.

Unser „großer Bruder“ ist Jesus Christus, und Er hat uns erwählt, Seine Zeugen zu sein und die Liebe zu leben, die wir dadurch empfangen haben.

Wir laden Sie alle also ganz herzlich ein, Wege, Gottesdienste und Gebete mit zu gehen, um wieder neu zu erfahren, dass es diesen Bruder gibt, der uns beschützt und unsere Wege mitgeht. Er ist nicht von dieser Welt, aber Er erhält sie, diese Welt und uns darin: Gott sein Dank.

Ich wünsche Ihnen alle diese österliche Erfahrung und grüße Sie im Namen aller Mitarbeitenden

Ihr Norbert Derrix, Pastor